Pilze: Kurze Frage, schnelle Antwort

froggell
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Re: Pilze: Kurze Frage, schnelle Antwort

Beitrag von froggell » 4. Jul 2021, 08:39

Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03
Kann dir nur Roggen empfehlen, brauchst du theoretisch nicht viel rumprobieren, Roggen wird von privaten Leuten fast ausschließlich für Steine benutzt.
Der Sack mit Roggen- Hirse sieht auch nicht schlecht aus, aber wenn Roggen alleine ne bewehrte Sache ist, dann werde ich das mal austesten. Die hirse muss man auch extra einweichen, von daher unnötiger AUfwand gespart.
Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03
Zur Dokumentation.
(...)
Zusätzlich zu Bildern sind Notizen auch extrem hilfreich, damit man Fehler nicht wiederholt und genauso sehr gelungene Dinge dokumentiert.
Löblich :good:
Muss mir auch mal angewöhnen meine Experimente zu dokumentieren (Rezepturen, Parameter, Beobachtungen). Mit der Zeit verschmimmen die Versuche. Ich denke ich werde mir mal ein Notizbuch anlegen.

Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03
Zu den Steinen nochmal.
Vielleicht habe ich mich nicht so gut ausgedrückt.
Ich lasse die Steine wachsen und dann wird das übrige Korn gebulkt, um entweder zu fruchten oder um nochmal Steine zu ernten.
Ne soweit habe ich es denke ich schon verstanden. Ich habe mich nur gefragt, ob es nicht ein Kontirisiko ist, wenn du die Steine erntest, sprich das ganze schon ziemlich durchwühlst und das ja auch über einen längeren Zeitraum (waren ja einmal knapp 3 Stunden) und anschließend das Korn dann nochmal bulkst. Normalerweise wird ja für ein Bulk ein durchwachsenes Glas (oder was auch immer) Bsp. Körnerbrut mit dem Bulkmaterial durchmischt. Dabei würde ich mal behaupten, kommt das ganze weniger weniger mit deinem Körper in Kontakt, als beim herauspopeln der Steine oder?
Also ich packe im Falle eines Bulks immer in eine Tüte und durchmische dort alles.
Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03

Man könnte theoretisch nachdem man das bulk geerntet hat den Rest dann für draußen nutzen und mit Korn + Stroh oder ähnlichem ein Beet an Schattigem Platz machen.
Ja sehr gute Idee. Das probiere ich auch mal. Was meinst du welche Temperaturen draußen dafür sinnvoll wären?
Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03

Wenn es dir darum geht eine Hammer Kultur rauszuarbeiten, die du behalten willst, dann musst du von vornherein einige Petris einplanen und von der Sporenplatte mehrere transfers nehmen, wachsen lassen und davon nimmst du wieder ein Paar transfers.
Alle letzten transfers legst du auf Korn und fruchtest sie separat, um zu sehen was du hast.

Das zuletzt geschriebene wäre die Profi Variante, verursacht aber Arbeit, bis man die Kultur gefunden hat.
Nein ich denke mir reicht eine saubere Kultur, die halbwegs gut fruchtet. Habe auch garnicht den Platz im Kühlschrank zich kulturen zu lagern.
Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03
Abhängig davon wie sauber das ganze auf der Sporenplatte aussieht, mache ich 0-2 transfers, oft auch nur einen und beimpfe dann mit verschiedenen Sektoren direkt Gläser. Manchmal auch ein Paar Sektoren ins selbe Glas.
So ähnlich mache ich es bis jetzt auch. Habe bis jetzt auch immer Flümis daraus angesetzt, aber evtl. spare ich mir bald den Schritt, weil so richtig sicher kann ich mir dabei nicht sein, ob nicht doch eine Verunreinigung in diesen steckt.


Vielen Dank für die wiedermal ausführliche Antwort
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Re: Pilze: Kurze Frage, schnelle Antwort

Beitrag von Putrema » 25. Jul 2021, 18:25

Hallo. Ist zwar schon etwas älter, aber immer noch aktuell für mich. Ich weiß nicht ob man es gut lesen kann. Also da steht: "Gibt es eine psychoaktive, psilocybinhaltige Tintlingsart, oder -gattung oder was auch immer, das ist hier die Frage."
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Pilze: Kurze Frage, schnelle Antwort

Beitrag von Zebra » 25. Jul 2021, 19:01

Ich war kurz verwirrt, weil ich in erster Linie an Coprinusarten (wie Schopf-Tintling) denken musste.
Dass diese psilocybinhaltig sind, wäre mir neu.
Ich glaube früher wurden manche Panaeolusarten (auch psilocybinhaltige) auch zur Familie der Tintlingsartigen (Coprinaceae) gezählt.
Soweit ich weiss, wurde das geändert.
Von daher denke ich, dass es keine Tintlinge gibt, die Psilocybin enthalten.
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Re: Pilze: Kurze Frage, schnelle Antwort

Beitrag von Putrema » 25. Jul 2021, 20:17

Genau, jetzt wo du es auch sagst, das mit den Panaeolusarten hat mich auch beeindruckt, als ich davon das erste mal gelesen habe. Dieses Portrait von einer Tintlingsgruppe (wahrscheinlich Glimmertintlinge oder sowas in der Art) sollte einfach den magischen Character, den sie ausstrahlte, widerspiegeln. Gut, die realen Tintlinge waren nicht so braunorange wie auf dem Portrait, sondern schon eher grauer/fahler, aber dennoch sehr ausdrucksstark. Die Vergänglichkeit bei solchen Tintlingen ist ja noch recht niedrig im Vergleich zu anderen Tintlingen (ich habe gehört, es gibt zarte Tintlinge, die nur bei einem milden Wetter für eine Nacht zum Vorschein kommen und dann auch schon wieder vergehen.) Naja, sollte es tatsächlich eine Tintlingsart geben, die Psilocybin produziert, so stelle ich es mir doch sehr unwahrscheinlich vor, dass ich sie je bemerken und identifizieren könnte.
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Re: Pilze: Kurze Frage, schnelle Antwort

Beitrag von Zebra » 25. Jul 2021, 20:26

Bin kein Tintlingsexperte, aber das Portrait gefällt :respect:

Vielleicht bestimmst du ja doch eines Tages eine psilocybinhaltige Tintlingsart.
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Re: Pilze: Kurze Frage, schnelle Antwort

Beitrag von Putrema » 27. Jul 2021, 22:56

He, danke.
Ich hatte dieses Jahr, letztens, durchaus die Gelegenheit an einer Exkursion teilzunehmen, aber irgendwie haute das alles mit der Zeit nicht so hin. Das Wetter war an diesem Tag sogar auch richtig nice, am Nachmittag gab es, zumindest hier in der Gegend, gemütlichen Nieselregen. Naja, dann habe ich halt auch ca. insgesamt 50 € für die Zugfahrt gespart.
Aber ich habe ja noch meine eigenen bescheidenen Touren. Heute spazierte ich auch durch den Regen und fand lediglich ein paar little brown mushrooms. Dafür konnte ich aber ein paar Tiere beobachten.
Letztens war ich in nem Wald, wo ich hoffte, ein paar Speisepilze zu finden. Ich fand auch ein paar Maronen, aber die waren schon hinüber. Vorher kam ich über einen Friedhof, und da wuchsen einfach erstaunlich viele und dicke Pilze. Aber nichts, was ich einfach gefuttert hätte.

Ja, wenn ich die Tintlinge komplett durchkategorisiert habe, ja, ent- und wieder neukategorisiert habe, werde ich bestimmt ein paar Psilos unter den Tintlingen entdecken und es dir als erstes kundtun. *irony off* :)
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Re: Pilze: Kurze Frage, schnelle Antwort

Beitrag von JivaImFledermausland » 14. Aug 2021, 07:45

Der erste Flush mit einigen Millimeter Vermi Deckschicht, gewässert und pasteurisiert. Das hat es echt mega gebracht! Keine krassen Cluster und ein Traum von Pinset. Danke nochmal für die Hilfe Moby ✌️
Dick Moby hat geschrieben:
13. Mai 2021, 16:07
Hi Leute!

Als Casing (Deckschicht) geht reines Vermi, gemischt mit Torf 50/50 ist aber besser ;)

Die Brut wird mit bulk gemischt, um Wasser für die Fruchtproduktion zuzufügen, vergrößerte Oberfläche sorgt für weniger, aber größere flushs, was für mehr Ertrag in kürzerer Zeit sorgt (nicht mehr Ertrag insgesamt, aber durch größere Oberfläche schnelleren Ertrag, während man bei geringerer Oberfläche ansonsten über weitere flushs/Wochen erntet). - vorausgesetzt man fruchtet in einem Container, der entsprechende Oberfläche bietet.

Die Brut direkt abzudecken, ohne zu bulken ist versäumter Ertrag, weil das Wasser im Korn sehr begrenzt ist.

Guten Feiertag!
Pilze sind meine Freunde :smiley32:
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Re: Pilze: Kurze Frage, schnelle Antwort

Beitrag von Huxley_ » 15. Aug 2021, 17:09

Kurze Frage: kann mir jemand ...schicken? Würde gerne diese kleinen Götter mal wieder ...

Die Veröffentlichung folgender Inhalte ist nicht gestattet
- Beleidigung, Diskriminierung, Rassismus, Pornographie, Sexismus, weitere menschenverachtende Inhalte.
- Hyperlinks die zu Internetseiten führen, bei denen illegale Inhalte, wie etwa Video Streams, Pornographie, usw. angeboten werden.
- Handel mit Stoffen die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.
- Extraktionen und Herstellungsverfahren die zur Gewinnung berauschender Stoffe führen.
- Links zu Seiten die berauschende Stoffe vertreiben.
https://www.entheobotanik.net/posting.p ... 22&p=15280


Dein Gesuch betrifft etwas das unter das BtmG fällt. Deshalb habe ich es gelöscht.

Corto
Grüße, Huxley (:
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Re: Pilze: Kurze Frage, schnelle Antwort

Beitrag von Mindlusion » 16. Aug 2021, 21:41

Der kleine Abgreifer wollte wohl zu gesetzwidrigen Handlungen verleiten. :tongue:
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Dick Moby
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Re: Pilze: Kurze Frage, schnelle Antwort

Beitrag von Dick Moby » 3. Sep 2021, 18:37

froggell hat geschrieben:
4. Jul 2021, 08:39
Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03
Kann dir nur Roggen empfehlen, brauchst du theoretisch nicht viel rumprobieren, Roggen wird von privaten Leuten fast ausschließlich für Steine benutzt.
Der Sack mit Roggen- Hirse sieht auch nicht schlecht aus, aber wenn Roggen alleine ne bewehrte Sache ist, dann werde ich das mal austesten. Die hirse muss man auch extra einweichen, von daher unnötiger AUfwand gespart.
Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03
Zur Dokumentation.
(...)
Zusätzlich zu Bildern sind Notizen auch extrem hilfreich, damit man Fehler nicht wiederholt und genauso sehr gelungene Dinge dokumentiert.
Löblich :good:
Muss mir auch mal angewöhnen meine Experimente zu dokumentieren (Rezepturen, Parameter, Beobachtungen). Mit der Zeit verschmimmen die Versuche. Ich denke ich werde mir mal ein Notizbuch anlegen.

Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03
Zu den Steinen nochmal.
Vielleicht habe ich mich nicht so gut ausgedrückt.
Ich lasse die Steine wachsen und dann wird das übrige Korn gebulkt, um entweder zu fruchten oder um nochmal Steine zu ernten.
Ne soweit habe ich es denke ich schon verstanden. Ich habe mich nur gefragt, ob es nicht ein Kontirisiko ist, wenn du die Steine erntest, sprich das ganze schon ziemlich durchwühlst und das ja auch über einen längeren Zeitraum (waren ja einmal knapp 3 Stunden) und anschließend das Korn dann nochmal bulkst. Normalerweise wird ja für ein Bulk ein durchwachsenes Glas (oder was auch immer) Bsp. Körnerbrut mit dem Bulkmaterial durchmischt. Dabei würde ich mal behaupten, kommt das ganze weniger weniger mit deinem Körper in Kontakt, als beim herauspopeln der Steine oder?
Also ich packe im Falle eines Bulks immer in eine Tüte und durchmische dort alles.
Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03

Man könnte theoretisch nachdem man das bulk geerntet hat den Rest dann für draußen nutzen und mit Korn + Stroh oder ähnlichem ein Beet an Schattigem Platz machen.
Ja sehr gute Idee. Das probiere ich auch mal. Was meinst du welche Temperaturen draußen dafür sinnvoll wären?
Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03

Wenn es dir darum geht eine Hammer Kultur rauszuarbeiten, die du behalten willst, dann musst du von vornherein einige Petris einplanen und von der Sporenplatte mehrere transfers nehmen, wachsen lassen und davon nimmst du wieder ein Paar transfers.
Alle letzten transfers legst du auf Korn und fruchtest sie separat, um zu sehen was du hast.

Das zuletzt geschriebene wäre die Profi Variante, verursacht aber Arbeit, bis man die Kultur gefunden hat.
Nein ich denke mir reicht eine saubere Kultur, die halbwegs gut fruchtet. Habe auch garnicht den Platz im Kühlschrank zich kulturen zu lagern.
Dick Moby hat geschrieben:
24. Jun 2021, 18:03
Abhängig davon wie sauber das ganze auf der Sporenplatte aussieht, mache ich 0-2 transfers, oft auch nur einen und beimpfe dann mit verschiedenen Sektoren direkt Gläser. Manchmal auch ein Paar Sektoren ins selbe Glas.
So ähnlich mache ich es bis jetzt auch. Habe bis jetzt auch immer Flümis daraus angesetzt, aber evtl. spare ich mir bald den Schritt, weil so richtig sicher kann ich mir dabei nicht sein, ob nicht doch eine Verunreinigung in diesen steckt.


Vielen Dank für die wiedermal ausführliche Antwort


Hi!

Ich wasche und reinige meine Hände vorher mit Seife und 70% isopropanol (erst Seife, dann iso), dann wird einfach drauf losgearbeitet.
Es ist gängige Praxis das geerntete Korn bei den Sclerotien zu bulken, braucht man sich eigentlich keine Gedanken zu machen.
Ich atme währenddessen durch die Nase und nicht direkt mit dem Mund ins Geschehen.

Draußen kann ich nur Informationen von Kollegen weitergeben, dass sie gut bei 18-24 C fruchten, über wärmer oder kälter weiß ich nichts, vermute etwas wärmer geht auch, kälter weiß ich nicht.


Hoffe alles läuft gut bei euch.

Werde hier nicht mehr so oft reinschauen
Reality is only what your mind chooses to believe, is that the truth?
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