Maschinenelfen im Urlicht

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kleinerkiffer84
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Maschinenelfen im Urlicht

Beitrag von kleinerkiffer84 » 29. Jul 2018, 20:38

Gestern war es wieder mal an der Zeit für einen Abflug mit N,N-DMT :good:

Wieder einmal versuche ich das Unfassbare in Worte zu fassen, doch dieses mal fällt mir gleich zu Anfang eine gute Analogie ein, mit der man in etwa umschreiben kann, wie schwierig es nach einem DMT-Trip
sein kann, dass Erlebte in Worte zu fassen. Man kann sich einen DMT-Trip ungefähr so vorstellen, als bekäme man innerhalb von 5-10 Minuten so etwas wie einen unglaublich langen Kinofilm in den Kopf gedonnert.
Während dies vor sich geht, und die Eindrücke des Films in unglaublich hoher Frequenz auf den rationalen Verstand einprasseln, erscheint der Film klar und vertraut, so als hätte man ihn schon oft gesehen
und vor allem so, als könnte man sich nun, wo man ihn erneut sieht, wenn auch mit 1000 facher Geschwindigkeit, wieder an alle einzelnen Details der Handlung erinnern, sodass das Erlebte in sich
absolut schlüssig Sinn macht. Kommt man allerdings dann vom Trip runter, verblassen die Bilder sehr rasch, es bleibt eine starke Sedierung zurück und das Einzige woran man sich jetzt noch erinnern kann,
ist der Titel vom Film oder maximal noch der Trailer. Der gesamte Film jedoch verblasst zusehens, wohlwissend jedoch, dass man ihn jederzeit wieder ansehen könnte und alles wäre wieder glasklar in Erinnerung.
Ziemlich genau so verhält es sich, wenn man von einem DMT-Trip runter kommt. Es bleibt letztlich nur der "Trailer" schemenhaft im Kopf zurück und man weis, dass der Film selber unfassbar gigantisch ist,
auch wenn man nicht alle Einzelheiten zu schildern vermag. Man könnte es auch mit dem spontanen Aufwachen aus einem Traum vergleichen, bei dem der Traum bis auf wenige Erinnerungsfetzen verschwunden ist.
Vermutlich wird auch deshalb die Bedeutung von DMT in menschlichen Träumen immer wieder kontrovers diskutiert. Diese Analogie zu den genannten Dingen wurde mir beim heutigen Trip ganz besonders bewusst.

Nun will ich trotz der schemenhaften Erinnerung versuchen das Erlebte chronisch wiederzugeben.
Ich saß also am Tripplatz, das Herz schlug vor Aufregung bis zum Hals herauf und ich hielt mit Respekt die Glaspfeife mit 50mg DMT in der Hand. Schliesslich steckte ich mir diese in den Mund und begann nun
in gewohnter Weise das DMT anzuheizen und mit einem sehr langen und tiefen Atemzug wie durch einen Strohhalm zu inhalieren.
Nachdem der Pfeifenkopf blank und leer war, fielen mir praktisch von selber die Pfeife und das Feuerzeug aus der Hand und es folgte ein gigantischer Donnerschlag.

Ein unglaublicher Bodyload baute sich auf, dass Summen der carrier wave ging los und die Frequenz von ihr schoss innerhalb von Sekundenbruchteilen quasi in den Ultraschallbereich.
Sowohl ich als auch meine gesamte Umgebung begannen in den irrsten fraktalen Mustern zu pulsieren. Ich weis gar nicht mehr ob ich die Augen offen oder geschlossen hatte, im Grunde machte
es auch keinen Unterschied mehr, da es sowieso stockdunkel war auf dem Tripplatz im Dickicht und CEVs und OEVs gleichermaßen spektakulär ausgeprägt waren.
Die Visuals um mich herum begannen immer schneller und schneller zu morphen, so schnell dass es im Prinzip nur noch ein absolut hochfrequentes psychedelisches Geflimmere war.

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Aus diesem Geflimmere traten einzelne Chrysanthemen hervor die auf mich zukamen und einen Sound von sich gaben, den Terence Mc.Kenna immer als "zusammengeknülltes Jausenpapier" bezeichnete.
Das trifft es wirklich gut, genau so hörte sich der Sound an, der von diesen Chrysanthemen ausging. Augenblicke später begann dieser Sound wieder etwas dumpfer zu werden, wie ein Presslufthammer.
Parallel zu diesem Presslufthammersound begann die gesamte Umgebung zu beben, wie ein hochfrequentes Erdbeben, dass alles Sein durchdringt und zu zerbröseln beginnt.
Während die Realität mehr und mehr "zerbeamt" wurde, trat aus ihr aus dem Hintergrund ein unglaublich gleissendes Licht hervor. Es war warm, gelblich, göttlich, voller bedingungsloser Liebe und Geborgenheit.
Dieses Licht war so präsent, dass mein verbleibender Verstand im Hintergrund dachte, dass ist eine Flutlichtanlage, die unmittelbar über mir eingeschaltet wurde und direkt auf mich leuchtet.
Selbst bei geschlossenen Augen war ich der Meinung, dass von meiner Realität übrig gebliebene, ist noch zu sehen wie es in einen absolut gleissend gelben Lichtschein getaucht ist.

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Wenige Augenblicke später folgte ein noch stärkerer Donnerschlag bei dem die Wirkung sich nochmal deutlich steigerte, der eigentliche Durchbruch trat ein.

BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM

Mit einem Schlag war alles Eins. Das alles Eins war, bzw. alles immer Eins ist, wurde mir vor allem deshalb so deutlich vor Augen geführt, weil ich merkte wie sich meine Existenz aufzulösen beginnt
in unglaublich bunte, Millionen von fraktalen kleinen Dreiecken die in hoher Frequenz pulsierten. Doch auch meine gesamte Umgebung und generell alles Sein löste sich in diese pulsierenden Dreiecke auf,
sodass ich nicht mehr sagen konnte, welche Dreiecke überhaupt "mir gehören" und welche von aussen stammen. Gar nichts mehr stammte von aussen, weil alles Eins ist!

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In diesem Moment war das unglaublich logisch, auch wenn es jetzt in nüchternem Zustand schon wieder nicht ganz so einfach reproduzierbar ist.
Bevor die vollständige Egozerbröselnung eintrat, versuchte mein rationaler Verstand noch Worte dafür
zu finden, was hier eigentlich aufgelöst wird. Die Gedanken rasten in unglaublicher Geschwindigkeit. Sie hämmerten in der gleichen hohen Frequenz durch den Kopf, mit der die Dreiecksfraktale um
mich herum pulsierten. Das Ego stellte noch Fragen wie: "Was passiert hier?" "Wer oder was löst sich hier auf?" "Was ist das?" "Was habe ich gerade getan?" "Wer oder was bin ich überhaupt???"
Sekunden später waren diese Fragen überflüssig, weil die sich in diesem Kontext nicht mehr stellen konnten. Ich existierte gar nicht mehr, zumindest nicht das was ich im Alltag als "Ich" kenne.
Diese fraktalen pulsierenden Dreiecke waren alles. Das war ich, aber gleichzeitig wurde mir klar, dass ich auch das Universum bin, dass ich Gott bin, die Natur um mich herum bin und darüber hinaus
war ich noch alle bekannten Axiome der Physik, dh. ich war auch Raum und Zeit, Vergangenheit und Zukunft und noch zahlreiche weitere abstrakte Dinge, die abseits vom Alltag genau so existieren,
aber nicht wahrgenommen werden. Die gesamte Existenz zerstrahlte nun also in Millionen feiner fraktaler absolut bunter Dreiecke. Das sah aus, als würde die gesamte Realität, dass gesamte Universum
einfach weggebeamt wie bei Star Trek.

Nachdem die Existenz vollständig dematerialisiert war, blieb noch mein nacktes Ich übrig. Mein zuvor in einer Embryostellung zusammengekauerter Körper richtete sich nun etwas auf,
hatte den Mund aufgerissen vor Erstaunen, vergas zu atmen vor Überwältigung und gab ein unglaublich ergreifendes, stöhnendes "wwwwooooooooaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhh" von sich.
Nun hatte sich mein nacktes Ich erhoben über die sogenannte Realität die es selber erschaffen hatte, als es sich von der Einheit dissoziiert hatte und war im DMT-Dom.

Der Dom war eine Halbkugel die erfüllt war mit den unglaublichsten Visuals, hauptsächlich in den Farben blau und grün. Nun war ich wieder in jener Sphäre angekommen, die ich als das Grundsätzliche bezeichne.
In dieser Sphäre begann alles und endet alles, das war mir absolut klar. Alles was ich jemals wusste, wusste ich in dem Moment und war in einer hochfrequenten Form im Dom präsent.
Alles was ich im Alltag noch nicht wusste, wusste ich nun ebenfalls. Das war eine Fülle an Reizen und Bewusstseinseindrücken, von denen man wahnsinnig werden würde, wenn sie auch nur ein wenig
länger als diese 10 Minuten andauern würden. Alles Wissen war codiert in diese unglaublichen Visuals um mich herum.
Ich fühlte mich, als hätte ich so etwas wie ein Computerspiel durchgespielt und jetzt wäre ich beim letzten Level. Bei diesem Level ist die Einheit aus purem Bewusstsein und Liebe.
Von dort komme ich und dorthin gehe ich zurück, wenn diese temporäre Simulation die wir "Leben" nennen, endet.

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Vor mir war eine Entität, die wohl auch gerade im Begriff war, sich selber zu erschaffen. Ich konnte sozusagen live miterleben, wie aus einem Funken Bewusstsein, eine Entität entstand.
Diese Entität war auch in gewisser Weise Ich, denn wie auch Ich stammte sie auch aus dieser Einheit. Es war keine humanoide Entität und erst recht kein Wesen aus normaler Materie sondern es
war ein Maschinenelfe der auf dieser höheren Schwingungsfrequenz existiert. Sein Kopf sah alienartig aus und sein Körper typisch hochfrequent kristallin, wie es für Existenzen in den höheren Sphären vom
Dom typisch ist. Er war mir gar nicht im dem Sinne fremd, wie man es mit Alltagsbewusstsein von so einer Entität erwarten würde, nein der war mir vertraut und mir war vollkommen klar,
dass wir beide aus dem gleichen Urlicht stammen. Während dieser Maschinenelfe auf mich zuschwebte und ich mir einbildete das der mir sogar zuwinkt und auf einer nonverbalen Weise mit mir
kommunizieren möchte, setzte ein unglaublich heiteres, warmes göttliches Gefühl ein. Es war auch ein Gefühl der Gewissheit und Erleuchtung, mir war in diesem Moment absolut klar was die Existenz
ist und worum es in der Existenz geht. Der Maschinenelfe schwebte so nahe auf mich zu, dass er mit mir fusionierte. Bevor er dies tat, zerstrahlte seine Existenz, genauso wie meine zuvor,
in diese unendlichen dreieckigen Fraktale. Dann fusionierten sozusagen seine Dreiecke mit meinen und es war gar nicht mehr zu unterscheiden, welcher Teil davon seiner ist und welcher meiner.
Es existierte keine Ich-Du Abgrenzung zwischen dem Maschinenelfen und mir. Er hat sich selber erschaffen indem er sich vom Urlicht abgespalten hat, genauso wie ich mich damals selber erschaffen habe.
Das wir uns für kurze Zeit begegneten und uns sahen lag daran, weil sich unsere beiden erschaffenen Realitäten für einen kurzen Moment überschnitten haben, wie Mengen in der Mengenlehre.
Durch das DMT war auch mein Sein auf eine höhere Schwingungsfrequenz angehoben worden, sodass es in die höheren Sphären vom DMT-Dom emporschweben konnte. Wie ich bei meinen ersten DMT-Trips schon
erwähnte, existiert in den Sphären im Dom, die über unserer Alltagsrealität liegen, eine Welt die nicht aus konventioneller Materie besteht, sondern aus einer Art exotischer Materie oder Energie,
die sich von unserer herkömmlichen Materie dahingehend unterscheidet, dass sie auf einer höheren Schwingungsfrequenz schwingt. Sie besteht aus dem gleichen Etwas, stammt aus dem gleichen Urlicht,
nur hat sie sich in einer Weise manifestiert, die höher schwingt. Diese höhere Schwingungsfrequenz ist ein entscheidender Knackpunkt beim Verständnis eines völlig neuen Weltmodelles.
Früher dachte ich immer, Parallelwelten sind nur durch Zusatzdimensionen zu realisieren, doch es geht auch anders. Diese unterschiedlichen Schwingungsfrequenzen des Seins ermöglichen es, dass
mehrere Welten an der gleichen X,Y,Z Koordinate existieren und dennoch im Alltag die eine von der anderen nichts mitbekommt, weil sich jede auf einer anderen Schwingungsfrequenz manifestiert hat
und die anderen Welten, quasi wie einen Fernsehsender der auf einer anderen Frequenz sendet, gar nicht empfangen kann und somit von der Existenz dieser parallelen Realitäten gar nichts mitbekommt.
Dieser Maschinenelfe war an den gleichen Koordinaten wie ich, aber eben auf einer höheren Frequenz, hätte ich meine Frequenz mit DMT nicht angehoben, wäre es unmöglich gewesen seine Präsenz zu "empfangen",
wie einen Sender. Das ist ein revolutionäres Weltbild welches mir erst durch DMT richtig in den Sinn kam. Es ist möglich, dass auf der gleichen X,Y,Z Achse beliebig viele Parallelwelten existieren,
die sich nur in ihrer Schwingungsfrequenz unterscheiden. Die Gesamtheit all dieser Welten ist dann das was man am Trip als den Dom erlebt, so interpretiere ich zumindest subjektiv meine Erkenntnisse am Trip.
Ganz oben beim Dom, sozusagen an der Decke, ist das Urlicht, oder Gott wenn man so will. Aus diesem Urlicht habe ich mich abgespalten, verselbständigt und mich auf diese Weise selber erschaffen.
Genau so hat es auch der Maschinenelfe gemacht und auch jeder andere Mensch in unserer Welt und auch jede andere Form des Seins. Alles stammt aus diesem Urlicht und alles ist Eins.
Der Maschinenelfe sah am ehesten so aus, wie eine Mischung aus den beiden Grafiken. Er hatte beide Erscheinungsformen gleichzeitig, wie Schrödingers Katze, die gleichzeitig tot und lebendig ist.
Diese Phase des Trips zeigte nochmal sehr deutlich die absolute Kontingenz des Seins, alles ist einem ständigen Wandel inbegriffen, nichts ist statisch, jede beliebige Form des Seins
wird irgendwo gleichzeitig realisiert, jede möglich Ausprägung von Existenz kann aus der Einheit hervorgehen. Dafür war der Maschinenelfe das beste Beispiel.

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Ich war völlig verblüfft und gleichzeitig war es so normal, dass zwischen mir und dem Maschinenelfen keine Ich-Du Abgrenzung existiert.
In diesem Moment war nochmal absolut alles Eins. Ich musste heiter zu Grinsen beginnen, weil ich in diesem Moment die Existenz glasklar verstanden hatte und weil es so einfach ist.
Mir wurde klar, dass es im Grunde nichts gibt, worüber man sich überhaupt Sorgen machen muss, denn das sind alles nur Konzepte in dieser selber erschaffenen sogenannten "Realität".
Hier in der Einheit war ich im Licht. Alles ist gut, alles war schon immer gut und alles wird immer gut sein. Ein unglaublich heiteres und göttliches Gefühl durchschoss mich und
ich konnte nicht mehr aufhören heiter zu lächeln. Dabei gab ich nochmal ein unglaublich stöhnendes "wwwwwooooooooaaaaaaaaaahhhhhhhh" von mir. Ich hatte das Gefühl ich sterbe vor Erstaunen und
Ergriffenheit, nun wo ich ALLES was es jemals zu wissen gab, erfahren habe, doch das war mir egal, denn es gibt gar nichts schöneres als den Tod und somit die Rückkehr ins Urlicht.

Ich erkannte nun das mitten aus den hochfrequent morphenden Visuals an der Decke vom Dom, auch noch weitere Maschinenelfen hervortraten, doch diese waren visuell nicht so stark präsent wie der oben beschriebene.
Es waren Maschinenelfen die auch etwas anders aussahen, eher kleiner und verspielt, sehr schwer in Worte zu fassen, aber das untere Bild kommt relativ genau hin. Dabei morphte ihre Textur in der gleichen hohen Frequenz,
wie auch die anderen Visuals im Dom morphten. Sie schienen sich ebenfalls selber erschaffen zu haben einem ständigen Wandel zu unterliegen. Eben selbst transformierende Maschinenelfen,
wie Terence Mc.Kenna sie bezeichnete.

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Irgendwann, es müssen nach irdischer Zeit wohl ca. 5 Minuten gewesen sein, begann der absolute Peak etwas nachzulassen und mein Ego wurde Stück für Stück wieder materialisiert woraufhin es sich
auch gleich zu Wort zu melden begann. Erst jetzt wo der erste Hauch von Ego wieder vorhanden war, konnte ich wieder wissentlich und bewusst ein und aus Atmen. Ich hatte das Gefühl, dass ich die
ganze Zeit nicht geatmet hatte, vor Erstaunen. Erst jetzt wurde mir rational und in einer ansatzweise alltäglich begreifbaren Form klar, dass der Zustand den ich hier gerade erlebe von einer Droge
erzeugt wurde. Nun wurde auch die Frequenz mit der diese Sphäre aus Dreiecken um mich herum morphte etwas niedriger und ich vernahm nun den typischen hallenden Sound von DMT.
Mit abnehmender Frequenz materialisierte sich aus diesen Dreiecken heraus allmähnlich wieder mein Ego vollständig und das was ich als die sogenannte "Realität" kenne.
Ich öffnete die Augen und noch immer vibrierte die Umgebung in dreieckigen Optiken aber mir wurde nun nach und nach klar, dass ich ein Mensch bin, der gerade von einem DMT Trip zurückkommt.

Es folgte ein absolut angenehmes Nachglühen geprägt von einem Gefühl der Heilung und Befreiung, als ob die Reset-Taste gedrückt worden wäre. Das war ein Effekt der mich durchaus etwas an 5-MeO-DMT erinnerte,
vielleicht überschneiden sich die Effekte der beiden Substanzen im Laufe der Zeit etwas. Ich fühlte, dass das genau die Ego Zerschmetterung war, die ich heute gebraucht habe.
Dabei war an dieser Ego Zerschmetterung absolut nichts beängstigendes, sondern es war eine pure ozeanische Ich-Entgrenzung in einen Ozean aus göttlichem Licht hinein. Ich war tief dankbar
und spürte das ich genau so einen Trip heute gebraucht habe. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich von Trip zu Trip diese Ego Zerschmetterungen als angenehmer und als vertrauter empfinde.
Da gibt es nichts wovor man Angst haben müsste. Diese Konzepte, an denen man vor seiner ersten Ego Zerschmetterung festhalten will, sind Dinge die man sich selber erschaffen hat, die objektiv und
weitläufig gar nicht real sind, genauso wie die gesamte Realität ich selber erschaffen habe. Diese Realität ist wiederum nur eine mögliche unter unendlich vielen weiteren möglichen Ausprägungen.
Es könnte jede weitere mögliche Ausprägung genauso gut als die vermeintlich einzige reale Wirklichkeit akzeptiert werden und man würde nie auf die Idee kommen, dass es sich hierbei nur um ein selbst
erschaffenes Konstrukt handelt, wenn man nie auf DMT durchgebrochen wäre. Was bei einer Ego Zerschmetterung nun passiert, ist, dass diese selbst erschaffene Simulation oder Scheinwelt vorübergehend
entmaterialisiert und weggebeamt wird, sodass das nackte Ich wieder im Urlicht ist, in der Sphäre die ich als das Grundsätzliche bezeichne und wo alles begann. Von diesem Urlicht habe ich mich
als unscheinbarer Funken Bewusstsein vor 34 Jahren dissoziiert und begonnen mich zu verselbständigen. Dabei ging diese Verselbständigung so weit, dass ich mich sogar von der Welt die ich mir erschaffen habe
wiederum dissoziiert habe und zwar so weit, dass ich mir die Frage stelle woher diese Welt überhaupt kommt und sie im Alltag als von mir abgespalten und von aussen kommend betrachte.
Dabei übersieht man im Alltag vor lauter Bäume den Wald, die Existenz ist sehr viel trivialer gestrickt als man beim herumwühlen in naturwissenschaftlichen Details im Teilchenbeschleuniger von CERN
vermuten würde. Diese Axiome der physikalischen Gesetze hat man letztlich auch selber erschaffen, sich von ihnen dissoziiert und nun wundert man sich, warum diese Naturgesetze so sind wie sie sind!

Ich saß völlig erstaunt und noch immer in heiterer Dankbarkeit da und sagte zu mir selber: "Das ist es also?? So funktioniert die Existenz!! Jetzt habe ich es endlich verstanden!!!"

Beim Runterkommen zogen noch verschiedenste Restoptiken an mir vorbei. Dabei waren einige Optiken, die eher zerflossen und synästhetisch süß wirkten, wehalb diese mich etwas an Moxy erinnerten
und ungefähr so aussahen auf der unten angefügten Grafik. Zwar hatten diese Visuals noch die perfekte Fraktale Form, wie es für DMT typisch ist, aber sie hatten diesen zuckerartigen Beigeschmack,
der stark an 5-MeO-MiPT erinnerte. Für einen ganz kurzen Moment vernahm ich auch eine Spur von einer Wirkung die jener von 5-MeO-DMT nicht unähnlich ist. Ich spürte einen subtilen weissen Nebel
um mich herum der leicht an meinem Ego rüttelte, etwas so als hätte man 1mg 5-MeO-DMT geraucht.
Im Laufe der Zeit scheinen sich die Tryptaminwirkungen gegenseitig etwas zu beeinflussen, dh. das eine Tryptamin ruft am Trip ein Flashback vom anderen hervor usw.

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Gleichzeitig hatte ich zu dieser Zeit aber mein Ego und die vom Ego erschaffene Realität wieder fast vollständig materialisiert, sodass es dann schlagartig auch zu einer gewissen Amnesie kam,
die dazu führte, dass man sich, wie ich Eingangs erwähnte, sozusagen nur noch an den Titel des Filmes den man gerade gesehen hat, erinnern kann, jedoch nicht mehr wirklich an den Inhalt, zumindest nicht in einer Art und Weise,
die man mit Alltagsverstand erfassen und zu Papier bringen könnte. Mir war zu diesem Zeitpunkt, als ich wieder in der Weise denken konnte wie man es aus dem Alltag kennt, klar geworden, dass ich neben
der Grundsatzfrage der Existenz, noch eine Reihe weiterer Fragen beantwortet bekam. Jedoch waren diese Fragen so dermassen überdimensional und so weit weg von dieser Welt, dass im Vergleich dazu, die Frage
nach der Natur der eigenen Existenz geradezu trivial und lächerlich erscheint. Ich bekam am Peak, in nonverbaler Weise Antworten auf Fragen, die ich niemals hätte stellen können, weil ich auf so eine Idee
gar nicht kommen würde. Das wären Fragen, die sprengen jegliche Vorstellungskraft völlig. Aber ich bekam darauf Antworten ohne aber die Fragen gestellt zu haben. Am absoluten Peak schossen mir in rasender
Geschwindigkeit Gedankenblitze durch den Kopf die die Antwort auf Fragen beinhalteten, die einfach jenseits von allem liegen, was man sich selbst auf einem DMT-Trip vorzustellen in der Lage wäre.
Da sich mir aber die dazugehörige Frage absolut nicht erschloss und die Antwort in einer DMT-typischen nonverbalen Weise erfolgte, kannte ich den Zusammenhang zwischen Frage und Anwtort nicht, aber in
irgendeiner höherfrequenten Weise wusste ich einfach alles was es zu wissen gibt, dass war unglaublich. Gleichzeitig war am Peak beim Durchbruch aber das Ego weg. Das ist ein Faktor der das bewusste Erfassen
von Erlebtem nochmal deutlich schwieriger macht. Nicht das mein Ego in der Lage wäre, diese Antworten auch nur ansatzweise in Worte zu fassen, aber was die Situation zusätzlich ungewohnter und alltagsferner machte,
war die Tatsache das im Alltag das Ego jene Komponente ist, die auch für die Validierung, Benennung und Einordnung von den Bewusstseinseindrücken die man empfängt, zuständig ist. Fehlt das Ego am Peak,
weil es aufgelöst wurde, steht das nackte Ich relativ unbeholfen in einem Strudel aus Informationen und Gedankenbildern, die es ohne das Ego nicht in der Form festhalten und validieren kann.
Das ist der Grund, warum ein DMT-Durchbruch immer mit einer gewissen Amnesie verbunden ist, sodass man sich nur an den Titel oder maximal an den Trailer des eben gesehenen "Films" erinnern kann.

Als ich noch ganz subtile Nachwirkungen und CEVs hatte, zog nochmal eine Optik an mir vorbei die mich abermals an Moxy erinnerte. Dieses mal war sie wesentlich ölartiger und verwaschener,
wirklich sehr ähnlich zu Moxy-CEVs.

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Voller Euphorie über diesen Trip aber auch mit einem gewissen Fragezeichen im Kopf saß noch noch eine Weile da, gab mich der zurückbleibenden Sedierung hin und machte mich irgendwann auf
den Weg um diese Zeilen zu verfassen.

Heute am Tag danach spürte ich eine energetisierende Nachwirkung, die anonsten eher für 5-MeO-DMT und andere an 5. Stelle substituierte Tryptamine typisch sind.
Wie ich oben schon angemerkt hatte, scheinen sich diese Effekte der einzelnen Tryptaminklassen im Laufe der Zeit etwas zu überschneiden.
Ich hatte wieder dieses Gefühl, der Wende, des Aufbruches, ich war in einer Weise energetisiert, bei der es mir wichtig war, meine Umgebung möglichst so zu verändern, dass nichts meinen Energiefluss
stört und nicht dem am Trip erfahrenen Reset entgegenwirkt. Ich hatte plötzlich das Bedürfnis das Auto aufzuräumen und zu putzen. Das hatte ich bestimmt schon ein Jahr nicht mehr gemacht.
Das klingt jetzt äusserst banal, aber wer diese Tryptamin-Reset-Energie kennt, weis was ich meine. Ich verbrachte eine Stunde damit, alles feinsäuberlich auszumisten, zu putzen und das Handschufach
so einzuräumen, dass alles perfekt dort liegt usw. Nach einer gewissen Anzahl an Erfahrungen scheint es wohl auch möglich zu sein, mit N,N-DMT die 5-MeO Energie aufzufrischen.

Das war ein sehr aufschlussreicher Trip bei dem vor allem auch dieses sich selber aus dem Urlicht heraus erschaffen für mich nochmal aus einer anderen Perspektive greifbar wurde.
Wie ein rekursiver Funktionsaufruf beim Programmieren, hat sich neben mir selber, auch noch jede andere erdenkliche Form des Seins selber erschaffen, als Funken von Urbewusstsein, der sich
irgendwann aus dem Urlich abgespalten und verselbständigt hat, genauso wie ich. Was für mich immer das krasseste an dieser Erkenntnis ist, ist wirklich diese darauffolgende Dissoziierung vom Erschaffenen,
nämlich so weit, dass man selber die Frage stellt, woher denn die Welt kommt, die man selber kreiert hat. Man würde im Alltag niemals auf die Idee kommen, dass man letztlich alles
vermeintlich von Aussen stammende, letztlich selber verursacht hat. DMT sprengt dieses Membran weg, dass mein Ich von der Umgebung abgrenzt, es ist also das Gegenteil von einer dissoziativen Wirkung,
es ist ein assoziatives Psychedelikum, diese Umschreibung gefällt mir auch sehr gut. DMT führt eine "Ganzwerdung" herbei, es ist im Vergleich zu vielen Formen der rein empirischen Forschungsarbeit
keine "Insellösung" die nur einzelne Teile des umfassenden Puzzles der Existenz mittels Naturgesetzen erklären kann, nein mit DMT ist man plötzlich dort in jener Sphäre die alles Sein erklärt,
aus der alles entspringt und alles wieder hinein mündet, wie Magnetfeldlinien. Dabei ist es so klar und so einfach, so vertraut, weil man genau das schon immer wusste! Nur in dieser kurzen
selbst erschaffenen Simulation die wir "Leben" nennen, hat man es vorübergehend vergessen, ausser man kommt zufällig mal mit DMT in Kontakt.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Re: Maschinenelfen im Urlicht

Beitrag von Leuchtkugel » 4. Aug 2018, 14:38

Danke für den Tripbericht, wie immer sehr interessant. =)
Das wir uns für kurze Zeit begegneten und uns sahen lag daran, weil sich unsere beiden erschaffenen Realitäten für einen kurzen Moment überschnitten haben, wie Mengen in der Mengenlehre.
Oder es war Schicksal. ^^

Wenn ich mir deinen Tripbericht durchdenke, bin ich mir nicht sicher ob das was du als Urlicht bezeichnest auch tatsächlich Gott bzw. das Allgemeinbewusstsein ist.
Auch weil du alles was sich im DMT Doom abspielt, als sehr Feinstofflich (energetische Materie) beschreibst.
Deshalb klingt das Licht das an dessen höchster Stelle scheint, für mich mehr wie ein kleines Fenster ins Licht.
Denn "Der Große Geist" wie ihn die Schamanen nennen, umfasst ja nicht nur ein bisschen Doom sondern auch alles darüber hinaus, auch die Lichtwelten die jenseits des Dooms liegen und nur in ihn hinein scheinen, wie die Sonne auf die Erde scheint, damit wir überhaupt irgendetwas sehen können.
Der DMT-Doom wie du ihn beschreibst, erinnert mich deshalb auch Stark an unsere Milchstraße.
In der Mitte ein so helles Licht, das wir nicht sehen können, was sich darin befindet, egal welches Teleskop man nutzt, und wir uns deshalb bisher nur die Bereiche drumherum anschauen können.
Für mich macht es daher Sinn zu sagen, das der Doom nicht zu den Lichtebenen gehört, sondern noch zu den Astralebenen.

Der DMT-Doom erinnert mich auch ein bisschen an die Milchstraße, mit dem Unterschied, dass das Licht dort, im Zentrum zu finden ist.

Um das genau sagen zu können, müsste ich wohl selber mal einen Trip dorthin unternehmen.
Denn das fühlen an so einem Ort sagt einem ja viel mehr als jedes Wort.

Die Dreiecke die du beschrieben hast, erinnerten mich auch sehr stark an die Dreieckszahnräder die ich auf meinem 300µg LSD Trip gesehen habe.
Alles ist miteinander verbunden, das eine Dreieck greift in das anderen und alles ist eins, während gleichzeitig jedes Dreieck sein eigenes kleines Bewusstsein hat.
Das ist eine sehr lustige Symbolik.

Hast du eigentlich schon mal DPT probiert?
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kleinerkiffer84
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Re: Maschinenelfen im Urlicht

Beitrag von kleinerkiffer84 » 4. Aug 2018, 17:46

DPT habe ich noch nicht probiert, steht aber auf meiner ToDo-Liste :good:
Besonders interessant an DPT ist, dass es den Beinamen "The Light" hat. Eventuell hilft ein Trip mit DPT, Begriffe wie "Urlicht" nochmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten und verstehen zu können.
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Re: Maschinenelfen im Urlicht

Beitrag von Leuchtkugel » 4. Aug 2018, 19:32

Das kann gut sein.
Hinzu kommt das DPT länger wirkt, ähnlich lang wie Zauberpilze.
Ist also eher mit Ayahuasca vergleichbar als mit dem Rauchen von DMT.
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Gaius
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Re: Maschinenelfen im Urlicht

Beitrag von Gaius » 6. Aug 2018, 17:04

Dass ich deine Berichte feiere, brauche ich ja nicht zu erwähnen, aber ich tu's trotzdem.
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Bender
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Re: Maschinenelfen im Urlicht

Beitrag von Bender » 7. Aug 2018, 01:43

Dem kann ich mir nur anschließen. Top :good:
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