Ein Fluss aus Einheit und Liebe - interessante Reise mit 15mg 2C-B

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kleinerkiffer84
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Ein Fluss aus Einheit und Liebe - interessante Reise mit 15mg 2C-B

Beitrag von kleinerkiffer84 » 26. Okt 2018, 22:04

Da heute ein Feiertag war, konnte man gestern noch trippen :good:
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Ich komme gerade von einem Trip mit 2C-B zurück. Was die erwünschte Candyflip Wirkung angeht, war dieser Trip bislang der intensivste und aufschlussreichste. Ich wog mir 15mg ab und um exakt 22:45 schluckte ich die Kapsel.
Daraufhin setzte ich mich vor den Laptop und sah zur Einstimmung noch Drogenvideos auf Youtube an.
Zunächst lies die Wirkung etwas auf sich warten oder war nur subtil. Nach etwa einer halben Stunde überlegte ich, ob die Dosis sicher hoch genug war, googelte nach Toleranzbildung von 2C-B usw.
Aber ich lies es dann einfach ohne Erwartungshaltung gehen und schaute die Videos weiter. Plötzlich exakt 1 Stunde nach der Einnahme, die Uhr in der Taskleiste zeigte 23:45, kam ein starker Einschlag,
der dem von MDMA sehr ähnlich war. Wie von selber stand ich vom Stuhl auf, ging etwas im Raum umher, ich fühlte mich grösser, alles begann wie es für 2C-B typisch ist so interessant auszusehen,
als ob man im Museum wäre. Es stellte sich ein starker Bodyload ein, die Beine waren wie aus Watte und ich konnte über den Boden schweben wie eine Feder, sehr ähnlich zu MDMA aber mit diesem
meskalinartigen Beigeschmack und dieser ganz eigenartigen künstlerisch angehauchten Museumskomponente.
Ich ging pissen rüber und bei einem Blick in den Spiegel war mir sofort klar, dass ich den Trip besser zuhause verbringen werde und nicht mehr rausgehe mit diesem Erscheinungsbild, denn die Pupillen waren sehr stark erweitert
und der Gesichtsausdruck war jenem auf MDMA zum verwechseln ähnlich, aber noch beissender und grimassenartiger. Das Gesicht begann wellenförmig zu morphen, als ob man es durch ein Aquarium betrachten würde und mir wurde klar: ok, jetzt gehts wohl richtig los!

Ich setzte mich aufs Bett, schloss die Augen und lies mich treiben. Dabei versuchte ich stets ohne Erwartungshaltung an die Sache heranzugehen, ich wollte unvoreingenommen erfahren was 2C-B mir zeigen möchte.
Zu diesem Zeitpunkt war mir absolute Stille sehr wichtig, ich wollte auch keine Musik. Irgendwie spürte ich, dass ich die folgenden Momente nun ganz ich mich gehen sollte, dass es hier nur um mich
und sehr persönliche Dinge gehen wird. Ich schaute mich nochmal etwas im halb verdunkelten Raum, der nur durch das Display vom Laptop im Nebenzimmer leicht erhellt war um, und stellte fest,
dass auch bei geschlossenen Augen, dass Bild präsent bleibt, als hätte man die Augen offen. Ausserdem stellte sich dieser sehr starke Nachzieheffekt ein, der an eine Mausspur bei Windows erinnert.
Ich konnte mit dem Finger in der Luft zeichnen und wenn ich den Kopf hin und her drehte war das Bild, welches gerade von den Augen war, wie in einem halb aufgeblätterten Telenfonbuch tausende male
nebeneinander geschachtelt. Nun begann das Bild vor dem geistigen inneren Auge mehr und mehr zu zerfliessen. In diese typische künstlerische Optik, alles wirkte zunächst als hätte ein Künstler diese
Bilder gezeichnet und ihnen diesen fliessenden Touch verliehen, wobei ich noch immer nicht weis, wie dieser Stil der Kunst nun genau heisst.
Dieses Zerfließen wurde stärker und stärker, sodass schon nach wenigen Minuten die Gedankenbilder nicht mehr den Anschein einer bewussten künstlerischen Inszenierung machten, sondern sie waren in
völlig abstrakte fliessende Muster zerflossen. Teilweise waren diese Muster mit psychedelisch leuchtenden Farben überzogen.

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Aus meinem Herz-Charka heraus sprudelte pure MDMA ähnliche Liebe und parallel dazu konnte ich nun immer tiefer und tiefer in mein Inneres hinabsteigen, wie auf einer Treppe.
Durch die MDMA-Selbstliebe konnte ich ohne jegliche Hemmschwelle jedes persöhnliche Problem betrachten was sich ebenfalls wie ein Gang durch ein Museum anfühlte.
Welche Probleme das genau waren, kann ich aufgrund von Paranoia natürlich nicht ins Internet schreiben, tut aber der Kernaussage der Wirkung keinen Abbruch.
Jedenfalls war jedes persönliche Problem an welches ich in diesem Moment nun auch bewusst dachte um den Zustand dazu zu nutzen, dieses zu bearbeiten, eine Art Dämon, der in meinen finsteren Abgründen hauste.
Doch durch die MDMA-artige Selbstliebe hatte der 0 Schrecken, genauer gesagt, ich erkannte das Konzept von diesem Problem nicht mehr, welches dieser Dämon verursacht, denn die Empathie überschattete alles.
Jetzt wurde mir richtig klar, was der Begriff Candyflip bedeutet und warum Shulgin diesen Bewusstseinszustand so sehr lobte für therapeutische Sitzungen. Mir war vollkommen klar, dass ein Instrument wie
2C-B in keiner psychologischen Behandlung fehlen darf. Ich erkannte das ich im Alltag - unbewusst - diese Dämonen in mir nähre, sie füttere mit Angst, Zweifel, Hass, Selbstkritik und zwar in so einem
Ausmaß, dass diese immer mächtiger werden, mich immer mehr dominieren und das ganze zu einer Art Perpetuum Mobile aus Angst, Hass und anderen negativen Energien wird.
Doch durch die Candyflip Wirkung war mir das Konzept von Angst fremd, ich konnte nicht nachvollziehen, worauf dieser Gedanke im Alltag beruht.
Ich ging vor dem geistigen inneren Auge nochmal wie mit einer Checkliste verschiedene Probleme durch, die ich nun bewusst betrachten wollte, doch sie existierten nicht mehr, dh. ich sah zwar Bilder
vor meinem geistigen inneren Auge, von dem Konzept, welches ich im Alltag als ein Problem einstufe, doch ich konnte das Konzept nicht erfassen und konnte auch keine negative emotionale Komponente dazu
aufbauen, nicht einmal wenn ich es versucht habe. Stattdessen, zerflossen diese Bilder in diese typische 2C-B Optik bis zur Unkenntlichkeit, verschmolzen mit mir und morphten in dieser Einheit
in diesem Ozean, von welchem ich nun auch Bestandteil war, zähfliessend vor sich hin. Meine Grenze zwischen Ober- und Unterbewusstsein hatte sich völlig aufgelöst, auch existierte keine klare
Abgrenzung mehr zwischen mir und der Umgebung. In gewisser Weise war nun alles Eins, alles hängt mit allem Zusammen. Aus meinem Inneren erblühte Empathie und um mich herum waren Mein Innenleben und
meine Umgebung welche zu einer Einheit ineinander flossen und in dieser typischen 2C-B Optik vor sich hinmorphten, was auf nachstehender Grafik relativ gut veranschaulicht wird.

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Aus meinem Inneren sprudelte eine Empathie heraus die jener von MDMA oder GBL sehr ähnlich war und mit dieser Empathie fütterte ich nun sozusagen vor dem geistigen inneren Auge diese Dämonen,
von denen jeder ein Problem repräsentierte, auch wenn ich das Konzept von einem Problem nicht mehr in dem Sinne erfassen konnte, aber ich wusste, dass diese Dämonen eines nicht mögen, nämlich
Liebe, konkret Selbstliebe! Damit konnte man sie in einer metaphorischen Weise regelrecht zerplatzen lassen.
Nun wurde mir eine Kernaussage klar: Jedes dieser Probleme, die ich behandeln will am Trip, resultiert im Alltag ausschießlich daraus, dass es zu wenig Selbstliebe gibt.
Hätte ich im Alltag Selbstliebe, wäre kein einziges dieser Probleme existent und ich könnte auch im Alltag deren Konzept gar nicht nachvollziehen!!
Ist es so einfach? Löst Selbstliebe wirklich all diese Probleme? Ich werde mir das auf jeden Fall als Input mitnehmen und im Alltag öfters sehr bewusst Inne halten und an genau diese Szene
vom Trip denken!

Die oben beschriebene Erkenntnis wurde mit einer nun folgenden Szene nochmal verdeutlicht, als sich unter mir eine Art Schwarzes Loch öffnete, dass danach lechzte mit negativer Energie
gefüttert zu werden, doch stattdessen zerstrahlte ich es von Innen heraus, mit der aus meinem Zentrum sprudelnden Empathie, bis dieses immer transparenter wurde und verblasste.
Ich war völlig im Reinen mit mir selber. Alles was mich an mir stört, war ein Teil von mir, der vollkommen zu mir gehörte und mit purer Selbst-Empathie quasi egalisiert wurde.
Ich bin gut so wie ich bin! - das war so die Zentralerkenntnis aus dieser Sequenz. Als nächstes hatte ich das Gefühl, dass ich eine Art psychedelischer Oktobus bin, der seine Fangarme
ausbreitet und sich völlig öffnet. Voller Selbst-Empathie öffnete ich mich völlig und war dabei komplett im Reinen mit mir selber. Ich bin gut, so wie ich bin. Hätte jemand ein Problem mit mir,
ist das sein Problem und nicht meines. Überhaupt konnte ich die zugrundeliegenden Konzepte von den sogenannten Problemen im Alltag nur sehr ungenügend erfassen, diese existierten einfach nicht mehr.
Es ist so einfach, wenn die Denkweise eine andere wird und das Konzept von einem Problem nicht mehr existent ist, ist auch das Problem selber weg.
Überhaupt hatte ich ja jetzt alle inneren Dämonen quasi mit Liebe vergiftet.
Mir wurde nochmal klar, was für ein mächtiges psychotherapeutisches Werkzeug 2C-B ist und warum das wirklich in keiner Sitzung fehlen darf. Im richtigen Set und Setting ist das Medizin für die Seele
und es ist eine bodenlose Sauerei, dieses Werkzeug Patienten vorzuenthalten.

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Nun hatte ich das Gefühl, meine gesamte Wahrnehmung der sogenannten Realität, meine gesamte Interpretation derselben auf emotionaler Ebene ist ein Bildschirm. Ich war nun von diesem Bildschirm
einen Schritt zurückgegangen und erkannte, dass es neben dem Bildschirm den ich als Realität kenne, noch 2 weitere gibt, auf denen zwar visuell auch dieser Film läuft den ich als Realität kenne,
jedoch war er auf den anderen beiden Bildschirmen in einen völlig anderen emotionalen Kontrast getaucht. Die Bewertung war auf diesen Kanälen der Wahrnehmung eine völlig andere. Es war eine Wahrnehmung
im positiven Sinne, eine Wahrnehmung von Licht um Empathie, fernab von Depressionen und Schwärze. Es stand mir frei in einen dieser Bildschirme zu wechseln, wenn ich wieder einen Schritt näher
auf sie zumache, doch dann flachte die Wirkung bereits etwas ab. Mittlerweile waren etwa 1.5 Stunden nach dem Einschlag vergangen und ich fühlte mich plötzlich mehr oder weniger nüchtern.
Das ist nämlich typisch für 2C-B dieses wellenförmige Wirkmuster. Doch ehe ich mir richtig nüchtern über die Realität bewusst wurde, überspülte mich sanft die nächste Welle der Wirkung,
die nicht mehr so stark war wie die erste Hauptwelle und nun eher rein MDMA-artig war, aber schon noch mit einem subtilen psychedelischen Touch.
Ich hatte das Gefühl, die wirklich wichtigen Visionen für heute erhalten zu haben und bekam nun wie es für MDMA typisch ist, starke Lust auf elektronische Musik. Ich stand auf und ging in den
Nebenraum zum Laptop rüber. Dabei fühlte ich mich noch immer deutlich größer als sonst und alles hatte diesen künstlerischen Museum-Charakter. Ich machte Psytrance an und es klang göttlich.
Die Musik pushte nochmal diese Empathie und in der folgenden Stunde überollten mich nochmal weitere Wellen, die von mal zu mal sanfter wurden, bis die Wirkung letztlich ausklang und
auch die Pupillen fast wieder Normalgröße erreicht hatten. Dann machte ich mich daran, die Erfahrung möglichst zu konservieren solange sie noch frisch war.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dies die bislang stärkste Candyflip Wirkung war, die ich erlebt habe. Auch wurde mir durch diese völlige Öffnung des Unterbewusstseins nochmal klar,
was das Wort "psychedelisch" bedeutet: Die Seele offenbarend! Tiefe Schattenseiten in meinem Unterbewusstsein konnten offengelegt, angesprochen und betrachtet werden. Dabei verloren
sie ihren Schrecken, weil diese Liebe die aus meinem Inneren sprudelte, sie aufgelöst hat. Wie ich das langfristig in den Alltag mitnehme wird sich zeigen. Auf jeden Fall behalte mich mir
aber diesen Input im Hinterkopf. An dieser Stelle muss ich nochmal betonen das 2C-B ein wirklich mächtiges Tool für die Psychotherapie ist, ich verstehe wirklich nicht, warum dies nicht genutzt wird!!??

Abseits der zweifelsfrei vorhandenen psychotherapeutischen Wirkung von 2C-B ist auch noch zu erwähnen, dass es ebenfalls eine weitere klare Kernbotschaft hatte, welche ich als erstes in DMT richtig
entdeckte, nun sich aber in praktisch jedem anderen Psychedelikum auch wiederspiegelt. Nämlich diese so lapidar klingende und dennoch so zentrale Kernbotschaft: Alles ist Eins!
Auf 2C-B ist ebenfalls alles Eins! Zwar wird diese Erkenntnis wieder etwas anders dargestellt, wieder unter einem etwas anderen Blickwinkel betrachtet wie auf DMT, aber es kommt letztlich auf das gleiche
Resultat, es ist alles Eins, alles hängt mit Allem zusammen und ist verbunden. Bei 2C-B verschwinden zuerst die Grenzen zwischen Normalbewusstsein also dem gefilterten Alltagsbewusstsein und dem
Unterbewusstsein. Anschließend verschwinden die Grenzen zwischen mir und der Umgebung, bis letztlich alles ein Ozean aus morphenden Visuals und Gedankenbildern ist. Dabei wird mir auch wieder klar,
dass auch 2C-B mir zeigt, dass alles ich selber erschaffen habe. Zwar geht es hier nicht um das Universum oder andere höhere Welten, sondern rein introspektiv um persönliche Reflektion und Problembehandlung,
doch die Kernaussage ist auch hier die gleiche: Ich selber habe das alles mit meiner Sichtweise erschaffen, niemand anderer!

Das bestärkt mich auch wieder in meiner Vermutung, dass einem alle Psychedelika letztlich das gleiche offenbaren, jedoch immer aus einer anderen Perspektive und das alle Psychedelika
auf das gleiche Endziel zusteuern, nämlich jener Zustand zu welchem man mit 5-MeO-DMT über eine Abkürzung gleich direkt gelangen kann. Jedoch sind es auch die anderen Wege und Umwege wert,
beschritten zu werden, da es auf ihnen ebenfalls viel zu entecken und lernen gibt.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Re: Ein Fluss aus Einheit und Liebe - interessante Reise mit 15mg 2C-B

Beitrag von syzygy » 27. Okt 2018, 08:06

Wow, freut mich für dich. :)
"Um die Welt in einem Sandkorn zu sehn und den Himmel in einer wilden Blume, halte die Unendlichkeit auf deiner flachen Hand und die Stunde rückt in die Ewigkeit."
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