Gibt es hier Veganer?

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harekrishnaharerama
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von harekrishnaharerama » 8. Dez 2019, 20:38

Ich denke vor allem, das planmäßige Töten widerspricht dem Freiheitsgebot, sich dagegen entscheiden zu dürfen.

Wenn ich ein Jäger bin, dann kann ich immer entscheiden, ob und was ich töte, das fällt im Schlachtbetrieb halt weg. Im Zweifel wird immer getötet.

Wenn man erstmal anfängt damit, dass ein Tod notwendig ist, wo hört dann diese "Not" auf, die suggeriert wird. Schaut einfach mal nach Syrien und schaut Euch die Bilder an, die die entfesselte Bestie hinterlässt.

Ich weiß, ist ja nicht bei uns... es ist immer wieder dasselbe Schema.

https://www.facebook.com/tagesschau/pos ... 7359649407
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Leuchtkugel
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Leuchtkugel » 9. Dez 2019, 14:30

Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
Massentierhaltung und Krieg sind 2 völlig verschiedene paar Schuhe.
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Herr von Böde
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Herr von Böde » 9. Dez 2019, 15:42

Leuchtkugel hat geschrieben:
9. Dez 2019, 14:30
Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
Massentierhaltung und Krieg sind 2 völlig verschiedene paar Schuhe.
Massentierhaltung kann man durchaus mit Krieg vergleichen moralisch ist da kein großer Unterschied.
Aber der generelle Vergleich von Tier - und nutztierhaltung mit Krtieg disqualifiziert sich natürlich sofort selbst als ideologischer Hirnweichspüler :)


Vielleicht interssant, auch Pflanzen wollen leben und reagiern auf zugefügtes Leid:

GrWi - Studie offenbart: Pflanzen “schreien” unter Stress
Tel Aviv (Israel) – In einer aktuellen Studie zeigen israelische Wissenschaftler, dass Pflanzen – wenn sie durch Trockenheit oder physische Schäden in Stress geraten – kreischende „Schreie“ im Ultraschallbereich von sich geben. Zu den Untersuchten Pflanzen gehören Tomaten, Tabak, Kakteen und Taubnesseln. (...)
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von harekrishnaharerama » 9. Dez 2019, 20:43

Es geht nicht um einen Vergleich, sondern um die Konsequenzen einer planmäßigen, mechanisierten Gewaltbereitschaft.

Er sagt es wie es ist!
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Herr von Böde » 9. Dez 2019, 21:31

Ok, ich verstehe was Du meinst. Und in gewisser weise hast Du vollkommen recht. Schlachten am Fliessband kann für viele die das tun wahrscheinlich nur erträglich werden wenn man verdrängt was man da tut und damit stumpft man ab.

Das gilt aber viel weniger für den Jäger, den Angler oder den Bauern der am Hof schlachtet.

Daran das es für die einen mehr gilt als für die anderen kann man sehen das nicht absolut gilt was Du sagst.

Die Haltung und Konstitution des Einzelnen ist wirklich entscheidend.

Ich versteh Deine Position aber irgendwie steht da was auf dem Kopf. Ich würde es genau anders herum denken:
Solange Menschen sich gegenseitig abschlachten ist an die Schließung der Schlachthäuser unmöglich zu denken.
Das ist kein fliessender Entwicklungprozess (wie man denken könnte) wo das eine in das andere übergeht. Es ist eine grundsätzliche Fehlhaltung die zu all dem fürt.
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von harekrishnaharerama » 9. Dez 2019, 22:04

Also erstmal gibt es keine Notwendigkeit für die normalen Leute, sich umzubringen. Nein. Sie wollen das in den meisten Fällen nicht. Es sind Institutionen bzw. Banden, die sie bombardieren und brandschatzen. Zudem schafft der Krieg natürlich auch Notlagen, die Schlachtungen erforderlich machen, um nicht zu verhungern. Das hat aber nichts mit einer "Ablenkung" oder einer "Beruhigung" zu tun.

Als zweiter Punkt fällt mir ein: Mörder fangen klein an. Sie beginnen mit Kleintieren, nehmen größere und schließlich erst dann ermorden sie Menschen.

Drittens: Es gibt Aufzeichnungen in den Upanishaden (Indien) darüber, dass es tatsächlich eine vegetarische Kultur gab, die sich verteidigte und Fleischesser aus dem Land vertrieb. Es ist also nicht notwendig Tiere zu töten, um den Drang zum Töten zu verlieren. Es geht halt vor allem um die Umstände, die Rechtslage.
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Herr von Böde » 9. Dez 2019, 23:15

harekrishnaharerama hat geschrieben:
9. Dez 2019, 22:04
...

Als zweiter Punkt fällt mir ein: Mörder fangen klein an. Sie beginnen mit Kleintieren, nehmen größere und schließlich erst dann ermorden sie Menschen.

...
Es ist die Missachtung der eigenen Empathie und der eigenen sozialen Impulse, dieses Verachtung ist die notwendige Bedingung für Mord und Todschlag.


Übrigens bestreite ich nicht das der vegane Staat möglich wäre.
Vielleicht wird sich der Mensch in die Richtung entwickeln. Das wird ihm aber umso schwerer fallen hje mehr durch äusseren Zwang in eine Richtung gepresst werden soll. Der Zwang ist immer nur eine Bestätigung der eigenen inneren Verachtung der sozialen Impulse und stiftet damit Brand, wenn nicht hier, dann dort.
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von harekrishnaharerama » 9. Dez 2019, 23:24

Ich sehe das nicht ganz so kritisch, wahrscheinlich einfach der Erfahrung halber, was eine Umstellung im Körper alles Positives bewirkt.
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Herr von Böde » 10. Dez 2019, 13:14

Die Frage ist ob man Veganer sein soll oder ob man Veganer sein darf.

Aus Deiner (egozentrierten) Perspektive erscheint Dir die Frage nur mit der halben Tragweite.
Es ist scheinbar nicht viel erreicht wenn man Veganer sein darf.

Aber liegt die Scheinbarkeit vielleicht darin das wir gar nicht dürfen, das es gar nicht so ist das wir dürfen.
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von harekrishnaharerama » 10. Dez 2019, 21:30

Ich denke es ist der Unterschied zwischen Vegetarier sein und Veganer sein. Der Veganer ist ja davon überzeugt, dass eine zukünftige Gemeinschaft nur gewaltfrei bestehen wird. Und dazu gehört natürlich vor allem der Verzicht auf Tierqual. Ich habe ja eigentlich nichts davon. Also da Ego spielt da keine Rolle.

Ein Vegetarier, dem es nur um sich selber geht, das Schlachten egal wäre, würde ich egozentrisch nennen.
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