2F-Ketamin - die Separation des Seins

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kleinerkiffer84
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2F-Ketamin - die Separation des Seins

Beitrag von kleinerkiffer84 » 17. Nov 2019, 20:35

Gestern durfte ich meine 2. Erfahrung mit 2F-Ketamin machen. Nachdem ich beim 1. Test die Substanz in einer niedrigen Dosis kennen gelernt hatte, beschloss ich dieses mal die vollen 50mg initial nasal zu
konsumieren. Nachdem ich die Line gezogen hatte, begab ich mich rasch auf einen Stuhl in sitzender Position, machte das Licht aus, schloss die Augen und wartete auf die Wirkung. Nebenbei hatte ich am Handy
noch ein Video über 2F-Ketamin laufen zur Einstimmung. Das Video dauerte etwa 20 Minuten und war perfekt um die Wartezeit zu überbrücken, bis die Wirkung richtig einsetzt. Als sich das Video dem Ende
zuneigte merkte ich breits, wie die dissoziative Wirkung losgeht. Dieses Video war nicht mehr so präsent wie zu Beginn, unmittelbar nach der Einnahme. Mir wurde richtig bewusst, auf welche vielfältige
Weise man dissoziieren kann. Das von mir bisher am häufigsten konsumierte Dissoziativum ist Salvia divinorum. Damit hatte ich in meinem Leben schon über 100 Trips. Salvia dissoziiert den Reisenden auf eine
ganz eigene Weise. Es zieht ihn von seiner Heimatwelt raus und zieht auch alle alternativen Parallelwelten vom Ego runter. 2F-Ketamin dissoziiert den Reisenden auch, aber auf eine andere und deutlich subtilere
Art. Mir fiel auf, dass diese Realität nicht mehr so sehr die Realität ist, wie vor der Einnahme. Der Sound von diesem Video war einfach weiter weg, die Distanz zwischen mir und der Umwelt wurde grösser.
Es ist in der Hinsicht ähnlich zu Salvia, dass es auch ein Dissoziativum ist, aber eigentlich ist es doch wieder ganz anders. Das ist immer schwer in Worte zu fassen, wie sich so eine Substanz ganz genau anfühlt.
Jedenfalls wurde ich während ich mir dieses Video angehört hatte, einfach ein Stück weit von unserer Realität entrückt, in jeder Hinsicht. Ich identifizierte mich weder mit meiner Wahrnehmung von akuten
Reizen, noch mit Emotionen oder Erinnerungen in so einer Deutlichkeit wie im Alltag, mit unserer sogenannten Realität. Alles war einen Schritt weiter weg.

Allmählich setzte ein angenehmes schweres betäubendes Körpergefühl ein und als ich mich etwas im fast dunklen Raum umblickte fühlte ich mich wie bei einem Alkoholrausch nur ohne Verblödung.
Körperlich wirkte alles etwa so wie nach 5 oder 6 Bier.
Ich schloss wieder die Augen und nun, insgesamt etwa 40 Minuten nach der Einnahme wurde die Wirkung vom 2F-Ketamin stärker und stärker. Es setzte in einem endlos leeren schwarzen Nichts so etwas wie
ein Rauschen ein, ein weisses Rauschen, dass mich zunächst an die alten analogen Röhrenfernseher von früher erinnerte, wenn kein Sender eingestellt war und es flimmerte, doch dann fiel mir auf
dass diese Beschreibung zunehmend nicht mehr wirklich treffend ist, da es nun nicht einfach nur ein diffuses Rauschen war, sondern ich schien in diesem endlosen schwarzen Raum auf etwas weisses zuzusteuern,
auf eine Art Licht und für einen kurzen Moment erinnerte mich das an die Wirkung von 5-MeO-DMT. Denn rein visuell besteht ein Trip mit 5-MeO-DMT auch nur aus schwarz und weiss und so war es auch bei 2F-Ketamin.
Ich überlege gerade, ob der Vergleich mit 5-MeO-DMT, abseits von den visuellen Eindrücken wirklich passend ist. Hm, sehr schwierig solche Erfahrungen in Worte zu fassen, aber ich würde spontan sagen,
2F-Ketamin ist das "Negativ" oder die "umgestülpte Version" von 5-MeO-DMT. Doch was heisst das konkret, wie kann sich ein unbedarfter Leser das vorstellen? Bei 5-MeO-DMT ist es ja so, dass man diese
Einheitserfahrung macht. Man stellt fest, dass alles Sein aus diesem weissen Urlicht stammt und das man selber dieses Urlicht ist. Bei 2F-Ketamin bin ich in dieser Phase des Trips auch auf so etwas wie
ein Urlicht zugesteuert, aber ich war davon distanziert, dissoziiert eben. 2F-Ketamin ist eine Anti-Einheitserfahrung. Es zerlegt alles Sein maximal in seine einzelnen Komponenten, wobei die einzelnen
Komponenten umso stärker voneinander getrennt werden, je höher die Dosis ist. Es gibt dieses Urlicht, es gibt mich im Zentrum meiner Realität, es gibt andere Entitäten, es gibt Raum, Zeit, Energie, Materie,
dass alles ist vorhanden auf 2F-Ketamin, aber diese Komponenten übermitteln in diesem Moment nicht mehr den Eindruck als würden sie aus der gleichen Singularität heraus entstammen, vielmehr ist jede
Komponente für sich selber maximal alleine und abgespalten. So in der Art würde ich diese Phase des Trips in Worte fassen. Aber wie gesagt, rein visuell, war das am ersten Blick tatsächlich 5-MeO-DMT ähnlich,
gefühlstechnisch jedoch nicht, denn 2F-Ketamin ist eben ein Dissoziativum, während 5-MeO-DMT ein "Assoziativum" ist.
So ähnlich wie auf dieser Grafik sah der visuelle Eindruck in dieser Phase des Trips aus.

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Nun begann sich bei geschlossenen Augen vor meinem Sichtfeld so etwas wie ein kosmischer Vorhang in beide Seiten, nach links und rechts zur Seite zu ziehen. Der innere Rand dieses Vorhangs war jeweils
scharf abgegrenzt mit türkisfarbenen, neonleuchtenden Linien. Nachdem sich dieser Vorhang geöffnet hatte, tauchte ich durch so etwas wie ein Portal hindurch und im nächsten Moment war ich in einem
Raum, der mit einem hellen und weissen Licht erfüllt war. Ich hatte vage den Eindruck ich liege auf so etwas wie einem Operationstisch und über mir waren graue Aliens die mich mit riesigen schwarzen
Augen ansahen. Ich schien mit diesen telepathisch in Kontakt zu stehen und sie schienen gewusst zu haben, dass ich heute "nach Hause" kommen würde. Als ich denen in diese pechschwarzen
Augen blickte, hatte ich für wenige Sekunden, denn Sinn des Lebens in einer nonverbalen Weise verstanden.

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Dann verblasste diese Szene wieder und ich sah vor meinen geschlossenen Augen einfach das Universum, mit seinen Galaxien und seinem prachtvollen Firmament. Ich konnte die Natur des Universum verstehen,
in einer nonverbalen Weise und war von dessen Pracht absolut erfüllt. Gleichzeitig war ich distanziert davon. Man ist auf 2F-Ketamin nicht so emotional wie auf anderen Drogen. Bei DMT zum Beispiel kann
es vorkommen, dass die Erfahrung so überwältigend ist, dass man stirbt vor erstaunen. So ist es 2F-Ketamin nicht. Ich habe das Universum vor mir gesehen und verstanden, war erstaunt über seine Schönheit,
jedoch von allem was ich erlebt habe, war ich einfach sozusagen einen Schritt zurückgetreten. Es berührte und bewegte mich nicht. Mein Bewusstsein war sehr viel rudimentärer als im Alltag, sehr viel
reptilienartiger oder auch autistischer, dass fiel mir auch beim 1. Trip mit 2F-Ketamin schon auf.

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Nun wurde die Abgrenzung zwischen mir und dem Universum immer deutlicher. 2F-Ketamin ist keine Einheitserfahrung sondern das Gegenteil davon. Zunächst fühlte ich mich vom Universum absolut scharf
abgespalten. Dieses scharfe abgespalten sein erinnerte mich etwas an die Parallelwelten bei Salvia, die auch scharf voneinander getrennt sind, wie dünne Telefonbuchseiten. In manchen Aspekten entdecke
ich eine gewisse Ähnlichkeit zu Salvia, gleichzeitig aber auch wieder nicht. Während zunächst eine messerscharfe Trennung zwischen mir und dem Universum vorherrschte, nahm im weiteren Verlauf der
Wirkung die Dissoziation von mir gegenüber dem Universum noch weiter zu, was sich dahingehend äusserte, dass sich das gesamte Universum in allen Richtungen von mir wegrollte und dabei in sich zusammenrollte.
Das kann man nur schwer in Worte fassen, oder in einem Bild veranschaulichen, weil dieses in sich wegrollen und gleichzeitig in sich zusammenrollen in alle Richtungen, auch nicht auf 3 Raumdimensionen
abzulaufen schien, hatte ich den Eindruck, sondern ich glaube es waren 4 Raumdimensionen, aber das lässt sich nur schwer zu Papier bringen, weil unser Alltag nicht mehr als 3 Raumdimensionen hergibt.
Diese Szene war relativ anstrengend. Anstrengend in der Hinsicht, dass es so schwierig ist, die Dinge die man hier erlebt, befriedigend zu validieren, abzuspeichern und später zu Papier zu bringen.
Insgesamt erinnerte mich das etwas an diese garstig-anstrengende Wirkung von Salvia.
Parallel dazu kam mir in diesem Moment das Weltbild von DMT in den Sinn, welches charakteristisch in seiner rekursiven Erschaffung dadurch gekennzeichnet ist, dass ich selber im Zentrum der Existenz
alles erschaffe, meine Realität projiziere und diese wie Magnetfeldlinien auch wieder in mir mündet, in einer rekursiven Weise. Alles wird aus mir heraus erschaffen und auch alles mündet wieder in mir.
Bei 2F-Ketamin war dieses Weltbild ebenfalls plausibel, jedoch hatte ich mich selber aus dem Zentrum entfernt war unterhalb von diesem rekursiven Kreislauf. 2F-Ketamin ist einfach die maximale Separation
aller Komponenten, in jeder Hinsicht.

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Dann begann diese Szene mit dem Universum etwas zu verblassen und ich landete wieder zunehmend am Planet Erde. Plötzlich war ich an einem Ort in der Natur, an welchem ich in letzer Zeit bei Spaziergängen,
bzw. beim Pilzesuchen öfters vorbeikam und an dem mir selbst in nüchternen Zustand schon öfters auffiel, dass hier aus irgendeinem Grund so etwas wie eine Überlagerung von Parallelwelten ist, die für ein
paar Sekunden so etwas wie ein Salviaflashback auslöst. Ich kann es rein naturwissenschaftlich nicht erklären, aber aus irgendeinem Grund gibt es dieses Phänomen, wenn man im Alltag an einen bestimmten
Ort kommt, die Augen schliesst und diesen auf sich wirken lässt, man den Eindruck bekommt, dass genau an diesem Ort mehrere Parallelwelten, mit alternativem geschichtlichen Verlauf in unterschiedlichen
Zeitaltern parallel existieren und das ich selber in allen diesen Parallelwelten gleichzeitig mit einer bestimmten Aufenthaltswahrscheinlichkeit existiere, ähnlich wie ein Teilchen in der Quantenphysik.
Das führt dann im Alltag, wenn man sich auf einem solchen Ort bewusst darauf einlässt, zu einem leichten dissoziativen Gefühl, welches Salvia wirklich nicht unähnlich ist.
Warum das ausgerechnet bei ein paar einzelnen Orten der Fall ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber jedenfalls war ich jetzt in Gedanken oder vielmehr mittlerweile mit meinem Astralkörper
genau an diesem besagten Ort. An diesem Ort, war plötzlich nicht nur der Ort selber, sondern ähnlich wie bei Salvia, begannen sich 3 oder 4 weitere Parallelwelten, mit einem völlig anderen geschichtlichen
Verlauf, in einer filmartigen Sequenz dort zu offenbaren. Ich lebte in all diesen Welten gleichzeitig, konnte mich in die Menschen und in das dortige Zeitalter hineinversetzten und was mir auch auffiel war,
das alle diese Parallelwelten in genau das gleiche Ambient-Licht getaucht waren wie bei Salvia. Wer Salvia kennt, der weis was ich meine. Bei Salvia sind diese Parallelwelten immer ein ein ganz spezielles
Ambient Licht getaucht, welches ich jetzt unmöglich mit einem Bild genauer zum Ausdruck bringen kann, aber ich denke jeder Salvianaut weis, was ich damit meine. Diese Parallelwelten waren den Salviaparallelwelten
täuschend ähnlich. Gleichzeitig war ich von diesen Parallelwelten dissoziiert. Dissoziiert in der Hinsicht, dass einige Emotionen, die man aus dem Alltag kennt, fehlten, als ich diese Parallelwelten
betrachtete. Ihr kennt ja sicher diesen Effekt von manchen Opiaten, dass es zu einer Entkoppelung von von Gedankenbildern und Emotionen kommt. Man kann sich auf Opiaten nicht an negative Ereignisse erinnern,
man sieht zwar vor dem geistigen inneren Auge die Bilder davon, aber die dazugehörigen Emotionen spürt man nicht. So ähnlich war es nun auch bei 2F-Ketamin. Ich sah diese Welten, aber durch die Dissoziation
fehlten einige Emotionen. Dabei kann ich aber jetzt gar nicht konkret in Worte fassen, welche Emotionen fehlten. Das war etwas nervig-anstrengend, ähnlich wie bei Salvia, wenn man das Erlebte einfach
nicht wiedergeben kann, sondern nur andeuten und umschreiben.

Dann öffnete ich die Augen. Mittlerweile waren ca. 2 Stunden vergangen, in denen ich völlig regungslos in meinem Stuhl saß und auf 2F-Ketamin trippte. Ich bekam Lust, mal nach draussen zu gehen
und eine Tüte mit Mapacho und CBD-Gras zu rauchen. Diese hatte ich mir vor dem Trip bereits vorbereitet. Nebenbei erwähnt ist Mapacho+CBD Gras eine Mischung die man sehr gut auf längeren Trips mal zwischendurch
rauchen kann, denn Mapacho kann durch seinen Gehalt an Beta-Carbolinen psychedelische Erfahrungen weiter intensivieren, während CBD-Gras sehr beruhigend und harmonisierend wirkt, ohne aber jetzt Aspekte
des Trips weg zu betäuben. Als ich nach draussen gehen wollte, die Tüte zu rauchen, ging zunächst ein paar mal mein Astralkörper voraus, bis ich es dann hinbekam, wirklich mit meinem Körper aus Fleisch
und Blut aufzustehen. Ich sah mich selber als einen Menschen, der grau und transparent war, sehr ähnlich wie es oft beschrieben wird, wenn die Seele den Körper verlässt oder wenn jemand Erscheinungen
hat von Verstorbenen. Das scheint in der Tat der Astralkörper zu sein, welchem man hier begegnet. Jedenfalls ich stand in Gedanken schon draussen und rauchte den Joint, als ich feststelle, dass ich schon
aufstehen muss um mit meinem Körper nach draussen zu gelangen. Wieder steuerte ich meinen Avatar, wie in einem Computerspiel nach draussen, bis ich feststellte, dass ich noch immer im Stuhl sitze und nicht
nach draussen gegangen bin. Dann kroch ich mit Mühe auf und machte mich auf den Weg nach draussen. Die Motorik war stark verändert, aber noch im Rahmen. Gehen war problemlos möglich, aber ich hatte eine
starke Robotermotorik und fühlte mich als würde ich auf einem wankenden Boot umhergehen. Ich hatte ausserdem einen leichten Drehschwindel. Dabei fiel mir auf, dass dieser Drehschwindel eine Ähnlichkeit
hatte mit diesem Zusammenrollen und gleichzeitigem Wegrollen des Universums, welches ich weiter oben beschrieben hatte. Dieser Drehschwindel ging nicht in eine bestimmte Richtung, sondern in sich selber
in alle Richtungen gleichzeitig, besser kann ich es nicht in Worte fassen. Am Weg nach draussen ging ich durch die Garage und als ich beim Auto vorbeikam musste ich kurz anhalten und sagte zu
mir selber: Alter, wie sieht denn das aus!!
Doch was genau meinte ich damit? Das ist so schwer in Worte zu fassen, denn rein visuell ändert sich an der Umgebung bei 2F-Ketamin nichts, es gab keine Optiken, aber die Art und Weise wie das Auto
von der Umgebung abgetrennt war, war einfach irre. Das ist mir zuvor noch nie in der Weise aufgefallen. Das Auto war nicht einfach nur ein Auto das in der Garage stand, sondern das war ein Auto, dass
absolut messerscharf sowas von der Garage abgetrennt war, dass es stärker nicht mehr geht. Die Garage hatte mit dem Auto absolut gar nichts zu tun. Die beiden Komponenten, die Garage und das Auto waren
maximal unterschiedlich und dennoch steht das eine im anderen drinnen, ist ein Teil von ihm, das war irre, diese Feststellung in dem Moment zu machen. Ich ging um das Auto herum, bückte mich, blickte
über die Motorhaube und diese scharfe Grenze besser zu erkennen und mir wurde klar, wie scharf das Auto von seiner Umwelt abgetrennt ist, wie sehr dieses Auto eine eigene Komponente ist.
In diesem Moment fiel mir eine gute Analogie ein, wie man diese starke Separation von Komponenten auf 2F-Ketamin noch besser verdeutlichen kann, nämlich mit der Analogie eines Tablettenstreifens.
In einem Streifen mit Tabletten, ist ja auch jede Tablette für sich alleine, von den anderen abgetrennt, so ist es auch im Alltag mit vielen Komponenten. Doch auf 2F-Ketamin wird diese Separation nochmal
explizit betont, was man sich in einer Analogie so vorstellen kann, als würde man nun eine dieser Tabletten aus diesem Streifen rausdrücken, sodass diese noch weiter und noch expliziter von den anderen
entfernt ist. Genau das macht 2F-Ketamin mit der Realität. Es betont explizit diese Separation von Komponenten, dass ist der visuelle Haupteffekt von 2F-Ketamin bei offenen Augen.

Irgendwann war ich dann endlich draussen um diese Tüte zu rauchen. Als ich mich in der Umgebung umsah fühlte ich mich ziemlich verloren und auch stark abgespalten von der Welt. Ich kannte die Umgebung
noch, aber ich war insgesamt einen Schritt von ihr zurückgetreten. Das Gefühl war nicht euphorisch, sondern...das ist jetzt schwer zu sagen, dafür gibt es kein wirkliches Wort. Ich überlege gerade
ob "dysphorisch" das richtige Wort ist, aber wirklich treffend ist dieses auch nicht. So wie 2F-Ketamin fühlt sich einfach nur 2F-Ketamin an, es ist sehr schwierig dies mit einem Adjektiv umschreiben zu wollen.
Als ich nach dem Rauchen wieder reinkam schien der Höhepunkt der Wirkung vorbei zu sein und dieses Drehschwindel-Gefühl wurde aber etwas stärker. Ich fiel schliesslich ins Bett und schlief innerhalb von 1 Minute ein.

Heute am Tag danach interessierte mich vor allem wieder die antidepressive Nachwirkung von 2F-Ketamin. Ich analysierte diese, indem ich mich bewusst in verschiedene negative Erfahrungen meines Lebens
hineinversetzte und dann ganz genau beobachtete, mit welchen Emotionen ich normalerweise darauf reagiere und was sich nun konkret durch eine Einnahme von 2F-Ketamin am Vortag verändert hat.
Dabei machte ich eine eindeutige Feststellung, nämlich: Jegliche negative Erinnerung, die man irgendwo zusammenfassen könnte mit "unumkehrbarer Weltschmerz" ist ohne Einbildung und ohne das ich es
schön reden will um mindestens 50% und in manchen Fällen sogar um gefühlt bis zu 75% weniger emotional präsent. Mir wurde klar, dass dies auch eine Form der Dissoziation ist und das dieser Effekt
von 2F-Ketamin offenbar nachhaltig ist, weshalb Depressionen die solchen negativen Erfahrungen zugrunde liegen, mit Ketamin äusserst effektiv uns sofort behandelt werden können.
Mir war in dem Moment sofort klar, warum in Ländern, die schon etwas weiter sind, Ketamin-Nasenspray gegen Depressionen erhältlich ist und was für eine Sauerei das ist, dass dieser im fuck Österreich
nicht erhältlich ist. Ketamin kann einem in manchen akuten Lebenskrisen wirklich retten, da habe ich absolut keinen Zweifel. Es kann einem retten, indem es eine Dissoziation von der negativen Erfahrung auslöst,
eine emotionale Dissoziation, ähnlich wie man bei Opiaten diese Entkoppelung von Gedankenbildern und Emotionen kennt, nur bei Ketamin scheint dieser Effekt, nach einer einmaligen Einnahme längerfristig
präsent zu sein. Das ist mir heute vor allem nach einer höheren Initialdosis nochmal richtig klar geworden. Ketamin kann für manche Patienten ein Lebensretter sein, dass kann ich absolut nachvollziehen.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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